Weihnachtsbäume und wie sie mit dem Welthunger in Verbindung stehen

Wir haben uns selbst kritisch gefragt, in welchem Maße unsere Topfbäume die Welt verbessern.

Dazu war natürlich etwas Recherche notwendig. Wir schauten zuerst einmal nur auf unser Heimatland. Allein in Deutschland werden jährlich 27 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Die Herstellung dieser überaus riesigen Menge verschlingt natürlich auch eine enorme landwirtschaftliche Fläche von 50.000 Hektar - eine Fläche, die 70.000 Fußballfeldern gleich kommt.

Im Vergleich zu einer Agrarfläche von 0,2 Hektar, die ein Mensch benötigt, um seine Nahrung für ein ganzes Jahr zu produzieren, ist das eine extrem hohe Zahl.

Wir wollten herausfinden, wie viel Hektar Weihnachtsbaumkulturen eingespart werden, wenn jeder von uns einen Tannenbaum mietet, der im Topf gewachsen ist und der mehrere Jahre als Weihnachtsbaum dienen könnte. Da man von ca. dreimaliger Nutzung pro Baum mit jeweils zwei Jahren Erholung zwischen den Weihnachtsfesten ausgehen kann, benötigt man nur ca. 33% der gesamten Anbaufläche für Weihnachtsbaumkulturen. Das sind 16.500 Hektar. Dies hätte zur Folge, dass nun 33.500 Hektar zusätzlich für die Erzeugung von Nahrungsmitteln zur Verfügung stehen.

Die erschreckende Wahrheit ist, mit der neu gewonnenen Ackerfläche ca. 2 Millionen Menschen, also z.B. ganz Hamburg, einen Monat lang ernährt werden könnten. Und das ist nur für Deutschland gerechnet. Was wäre erst weltweit zu erreichen?

Bei derzeitigem Welthunger ist es höchste Zeit umzudenken.

Fazit: Topfbaum mieten bedeutet, Überleben sichern und nicht nur das des Baumes, sondern allem voran das unserer Menschlichkeit.